Montag, 19. Juli 2010

Trauer und Abschied

Wir hatten Fino am 15.07.2010 über Nacht beim Tierarzt gelassen um ihn intensiv medizinisch betreuen zu lassen, da es nicht gut um ihn stand. Die Hinterbeine wurden so gut wie nicht mehr mit Blut versorgt, da er ein Blutgerinnsel in der Aorta hatte, was der Tierarzt hoffte lösen zu können. Er hatte bereits in den Hinterbeinen und auch in den Vorderbeinen leichte Ödeme gebildet. Über Nacht hat sich sein Zustand leider nicht verbessert und der Tierarzt rief uns dann am 16.07.2010 um 9:40 an und musste uns mitteilen, dass Fino nun auch an multiplem Organversagen leiden würde, heisst, unser Dicker hatte den Kampf verloren. Wir sind dann sofort zum Tierarzt um auch ihn zu erlösen, da er ja irrsinnige Schmerzen haben musste. Der Tierarzt hatte ihm irrsinnig starke Schmerzmittel gegeben, so dass er aber eigentlich ganz "normal" rüberkam nur sämtliche Pfoten waren 3x so dick wie normal, durch die ganzen Ödeme. Unser Dicker hat sich riesig gefreut dass wir da waren und geschnurrt wie immer, er konnte ganz ganz tief schnurren, das war wirklich immer schön. Um 11:00 haben wir uns endgültig von unserem Dicken verabschiedet und ihm nun seine letzte Ruhe neben Tinka gegeben.

Wir sind fertig mit den Nerven, die Trauer ist unendlich und es wird sehr lange dauern, bis es uns wieder besser geht, wir sagen uns das Leben geht weiter, aber die Trauer ist unermesslich.

Kommentare:

  1. Oh mein Gott, das darf doch nicht wahr sein!!!!

    Das tut mir unendlich leid für euch!!!!!

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  2. Liebe Ina,
    ganz ganz schrecklich, was Du uns hier schreibst. Erst Tinka und jetzt Fimo auch noch.
    Ich kann sehr gut mitfühlen, denn wir haben vor 3 Jahren unser Julchen erlösen müssen. Sie war schon 14, aber eigentlich fit wie ein Turnschuh. Und ihre Lieblingsbeschäftigung war das Essen. Essen und Schmusen, mehr brauchte die Dame nicht. Und eines Tages ist mir aufgefallen, dass sie so komisch fraß. Damit meine ich, dass ihr Platz immer sehr sauber war und ihre Schüsseln immer wie frisch abgewaschen waren. Und nun schleuderte sie das ganze Essen rund um ihre Schüssel. Also schaute ich nach, ob was an ihren Zähnen sei. Und was sah ich? Eine dicke Geschwulst unter der Zunge. Sofort fuhr ich zum Arzt. Der meinte, es sei ein Zungentumor, der inoperabel sei, da man, wenn man ihn entferne, die Zunge mit abnehmen müsse. Und ohne Zunge - undenkbar. Er gab uns noch ein halbes Jahr mit ihr.
    Aber sie fraß immer schlechter und sabberte und konnte nichts mehr aufnehmen. Also fuhren wir zu unserer Ärztin, die auf Katzen spezialisiert ist. Die selbe Prognose, bloß sie gab uns höchstens nur noch 2 Wochen!!! 2 Wochen??? So kurz??? Aber bereits nach 5 Tagen fuhren wir wieder zu ihr, es war ein Samstag, weil Julchen gar nichts mehr aß und auch nichts mehr trank, aber Hunger hatte. Sie bettelte und bettele. Ich pürrierte ihr ganzes Essen. Nichts ging mehr. Also entschlossen wir uns schweren Herzens. Dominik, damals 11 Jahre alt, fuhr mit. Er und Jule waren unzertrennlich. Sie sind miteinander aufgewachsen. Wir überließen ihm die Entscheidung, ob er dabei sein wollte oder nicht. Und er wollte. Er hielt ihr die ganze Zeit das Köpfchen. Und weißt Du, was so schlimm war? Julchen schnurrte die ganze Zeit. Bis sie für immer eingeschlafen war. Das waren unendliche Minuten. Und wir alle, auch mein Mann, wir heulten Rotz und Wasser.
    Julchen nahmen wir dann mit und beerdigten sie bei uns im Wald, dort, wo ich jeden Tag mit unserem Pflegehund Gassi gehe. Ich gehe jeden Tag bei ihr vorbei und sage Hallo. Auch nach 3 Jahren fehlt sie uns immer noch.
    Liebe Ina, ich wünsche Euch alle Kraft der Welt, dass Ihr über den großen Verlust hinweg kommt. Tinka und Fimo sind jetzt da oben zusammen und ihnen geht es jetzt wieder super gut. Keine Schmerzen, kein Leiden. Und sie sehen Euch von oben und wollen nicht, dass ihr traurig seid.
    Ich wünsche Euch alles Gute und hoffe, ich war jetzt nicht zu aufdringlich.
    Ich drück Dich mal unbekannterweise und schicke liebe Grüße mit.
    Babsie

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  3. Das tut mir sehr leid...ich drück dich mal...wie unendlich traurig so ein Abschied ist
    mein Katerchen wurde 16 Jahre alt...ist auch beim Tierarzt gestorben...allerdings konnten wir uns nicht mehr verabschieden
    Stille Grüsse für dich
    Patricia

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  4. Liebe Ina,
    es tut mir unendlich leid, das ihr auch Fino verloren habt...ich drück dich ganz fest
    traurige Grüße Ina

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  5. Ach Mensch Ina, das tut mir so leid für euch. Ein geliebtes Tier zu verlieren ist schon schlimm genug, aber gleich beide in so kurzer Zeit, das ist einfach nicht gerecht. Beide sind jetzt über die Regenbogenbrücke gegangen und sie sind wieder beisammen und ganz wichtig, es geht ihnen gut. sie werden immer in euren Herzen sein, und ihr in ihren.

    Es tut mir so leid.

    Ganz liebe Grüße
    Biggi

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  6. Drück Dich, warum lässt man die vierbeinige Bande immer so tief ins Herz...
    Grüße von Rügen
    Anke

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  7. Huhu,

    ich wollte einfach nur mal einen lieben Gruß dalassen. Ich war die Tage so geschockt, dass ich außer den 2 Sätzen nicht mehr hingekriegt habe.
    Ich hoffe, es geht Dir ein bisschen besser, auch wenn's unwahrscheinlich ist, weil es ja erst so kurz her ist und bestimmt total weh
    tut. :-((((

    Ich knuddel Dich mal in Gedanken,

    Sandra

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Dankeschön für den lieben Kommentar!